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 Newsletter 3. Quartal 2015


Immobilientransaktionsvolumen steigt 2014 auf über 195 Milliarden Euro

 

Immobilieninvestitionen legen um 6,5 % zu

Erhöhungen der Grunderwerbsteuer behindern Eigentumsbildung

 

 

Auf den deutschen Immobilienmärkten sind 2014 195,3 Milliarden Euro investiert worden. Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Anstieg um rund 12 Milliarden Euro beziehungsweise 6,5 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt eine Hochrechnung des Immobilienverbands IVD auf Basis des vom Bundesministerium für Finanzen erhobenen Grunderwerbsteueraufkommens.

 

„Der deutsche Immobilienmarkt boomt und das Investitionsvolumen hat beinahe die Schallmauer von 200 Millionen erreicht." sagt Jürgen Michael Schick, Vizepräsident des IVD. „Der deutsche Immobilienmarkt gilt aufgrund der robusten Wirtschaft und der vergleichsweisen hohen Renditen sowie der politischen Unwägbarkeiten im Ausland für Investoren weiterhin als sicherer Hafen.“

 

Sachsen und Bremen mit den prozentual stärksten Transaktionsanstiegen

 

Außer in Berlin und Schleswig-Holstein sind die Transaktionsumsätze in allen Bundesländern mehr oder minder stark gestiegen. Das stärkste Umsatzwachstum hat es in Bremen (+25,9 Prozent auf 1,75 Milliarden Euro), in Hessen (+23,8 Prozent auf 17,8 Milliarden Euro) und in Sachsen (+22 Prozent auf 7,03 Milliarden Euro) gegeben.


Im zweistelligen Prozentpunktebereich sind die Transaktionsvolumina auch in Nordrhein-Westfalen (+12 Prozent auf 38,4 Milliarden Euro) und Mecklenburg-Vorpommern (+11 Prozent auf 3 Milliarden) gestiegen.

 

Der stärkste Umsatzrückgang war mit einem Minus von 9,81 Prozent in Berlin zu verzeichnenen. Das Transaktionsvolumen ist von 14,7 auf 13,3 Milliarden Euro gesunken. „Hier zeigt sich, dass die Erhöhung der Grunderwerbsteuer das Transaktionsgeschehen spürbar negativ beeinflusst und so auch die Eigentumsbildung erschwert“, sagt Schick. In Berlin war die Grunderwerbsteuer zum Jahresbeginn 2014 von fünf auf sechs Prozent erhöht worden. Ein ähnliches Bild zeigt sich in Schleswig-Holstein. Nach einer Anhebung des Steuersatzes von fünf auf 6,5 Prozent zum Januar 2014 ist das Transaktionsvolumen von 7,03 Milliarden Euro um 6,3 Prozent auf 6,6 Milliarden Euro zurückgegangen.

 

Bayern vor Nordrhein-Westfalen mit den höchsten Umsätzen

 
Wie in den Jahren zuvor wurden auch 2014 mit 40,7 Milliarden Euro die höchsten Umsätze in Bayern erzielt. Im Vorjahresvergleich sind die Umsätze noch einmal um 5,8 Prozent angestiegen. An zweiter Stelle folgt Nordrhein-Westfalen mit 38,3 Milliarden Euro. Hier ist das Transaktionsvolumen um knapp zwölf Prozent angewachsen. Auf Platz drei liegt Baden-Württemberg mit einem Umsatz von 27,18 Milliarden Euro – ein Plus von 3,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr.


Zur Ermittlungsmethode

 
Das Immobilientransaktionsvolumen beziehungsweise der Immobilienumsatz umfasst sämtliche private und gewerbliche Immobilientransaktionen, für  die Grunderwerbsteuer zu entrichten sind. Da die überwiegende Zahl der Transaktionen – mit Ausnahme der Fälle, bei denen Erbschafts- und Schenkungssteuer anfallen, sowie Share-Deals – dieser besonderen Umsatzsteuer unterliegen, ist diese Statistik ein probates Mittel, die jährlichen Immobilienumsätze zu erfassen.

 

 

 www.ivd.net

 

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795 Gründe für ein Dankeschön: Projekt gegen Kinder-Ausbeutung macht Fortschritte (Ein Bericht von World Vision)
 
Den Grund für die Arbeit von World Vision in Nilphamari und Rangpur findet man auf den Feldern, vor den Rikschas, auf den Bahnhöfen und in den Werkstätten: Überall arbeiten Kinder mit. Manche von ihnen gehen zur Schule, aber viele brechen die Schule früh ab, da sie keine Zeit, keine Kraft oder auch zu wenig Unterstützung in den Elternhäusern bekommen. Mit umfassender Hilfe zur Selbsthilfe versucht World Vision die Situation dieser Kinder zu verbessern, seit 2012 auch durch ein mit Spenden aus Deutschland finanziertes Bildungs-und Aufklärungsprojekt, das sich gezielt an arbeitende Kinder und Schulabbrecher richtet.

Zum diesjährigen “Welttag gegen Kinderarbeit” haben wir einige gute Nachrichten aus diesem Projekt, auch wenn sich die Armutsprobleme der Familien in dieser Region nicht kurzfristig lösen lassen. In den letzten Monaten konnte World Vision 9 weitere Bildungszentren eröffnen, in denen die Kinder darauf vorbereitet werden, Anschluss ans staatliche Bildungssystem zu bekommen. Aktuell nehmen rund 1.400 Kinder am Unterricht teil. Letztes Jahr waren es knapp 1.000 Kinder in 20 Bildungszentren.

45 Prozent der Kinder erzielten Bestnoten in Prüfungen

Viele Kinder weisen große Lücken im Lesen, Schreiben, Rechnen auf, wenn sie ins Bildungszentrum kommen. Diese Lücken gilt es, gezielt zu schließen. „Dabei machen sie gute Fortschritte“, freut sich Asien-Referent Hannes Zimmer. „45 % der Kinder haben bereits letztes Jahr den zweiten von drei Lernzyklen (insgesamt 36 Monate) mit der Bestnote abgeschlossen. Geprüft wurden sie in den Fächern Bengali, Englisch, Mathematik und Gemeinschaftskunde. 20 Kinder konnten durch überragende Leistungen sogar 2 Lernzyklen überspringen.“

World Vision berichtet, dass 982 Mädchen und Jungen mit Zertifikat den dritten Lernzyklus abgeschlossen haben und mehr als 80 Prozent von ihnen – nämlich 795 Kinder – den Einstieg oder Wiedereinstieg in staatliche Schulen geschafft haben – dank der Vermittlung und der guten Zusammenarbeit unserer örtlichen Mitarbeiter mit 30 Grundschulen.

Erste Erfolge konnte das Projekt auch bei der Zusammenarbeit mit Unternehmen erzielen, um bessere Arbeitsbedingungen und Schutzmaßnahmen für arbeitende Kinder zu erwirken: 50 Unternehmen haben beispielsweise nach einem Workshop einem Übereinkommen zugestimmt, dass in ihren Betrieben gefährliche Arbeiten nicht mehr von Kindern durchgeführt werden. Die Einhaltung solcher – eigentlich auch gesetzlich vorgesehener – Regeln muss natürlich kontrolliert werden, und hierzu ist eine Zusammenarbeit vieler Akteure wichtig. So gibt es einen Informationsaustausch zwischen World Vision und einer von der Regierung eingesetzten Task Force gegen Kinderarbeit. Zusätzlich bemühen sich die Mitarbeiter des Projektes dazu, die Familien und Gemeinden zur Mitarbeit zu mobilisieren.
 
Kinder haben Mitspracherechte in Leitungsgremien

Die Bildungszentren werden dementsprechend von gemischten Gremien geleitet, in denen Probleme diskutiert werden. Auch Kinder und Jugendliche haben dort Mitspracherechte und werden darin unterstützt, die Situation besonders bedürftiger Kinder zu beobachten, damit im Falle von Kinderrechtsverletzungen eingeschritten werden kann. Dank der Aufklärungsarbeit kennen inzwischen 98 Prozent der im Projektgebiet lebenden Jugendlichen zwischen 12 und 18 Jahren die sie unmittelbar betreffenden Kinderrechte und 92 Prozent kennen Ansprechpartner oder Stellen, bei denen sie sich melden können, wenn sie vernachlässigt, misshandelt oder ausgebeutet werden.

Über Erfahrungen und Herausforderungen gibt es einen ständigen Dialog mit den Projektmitarbeitern. Herausforderungen gibt es viele: Kinder, die in Haushalten oder auch –illegal – in besonders gefährlichen Jobs arbeiten, sind beispielsweise für die Mitarbeiter nur schwer erreichbar, weil deren Arbeitgeber oft kein Interesse an Kooperation haben und Druck ausüben. Unsere Mitarbeiter leisten unermüdlich Überzeugungsarbeit im Umfeld der Kinder, denn ihnen ist bewusst, dass nur ein starkes Netzwerk und gezielte Hilfe die Verhältnisse ändern kann. Die Bildungszentren haben World Vision einen guten Einstieg verschafft, um hierzu einen Beitrag zu leisten.

Auf Kinderarbeit zu verzichten fällt den Eltern natürlich leichter, wenn sie ein besseres Einkommen haben oder Ersparnisse haben. Hierzu will das Projekt ebenfalls einen Beitrag leisten und hat bisher 290 Männer und Frauen dabei unterstützt, einen Geschäftsplan zu entwickeln. Die Mitarbeiter ermutigen auch alle teilnehmenden Familien darin, jede Woche einen kleinen Geldbetrag für die Ausbildung ihrer Kinder zurückzulegen. Eine Umfrage ergab letztes Jahr, dass fast alle 982 Familien wöchentlich ca. 45 Euro-Cent sparen. „Ein kleiner Betrag für uns, für die Bangladescher jedoch eine ganze Menge“, sagt Hannes Zimmer.

 
Zukunft für Kinder! www.worldvision.de