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Newsletter 1. Quartal 2015

IVD-Zinshausmarktbericht 2014/2015:

Umsatz steigt auf 13,7 Milliarden Euro

 

 

 

 

 

 

 

 

 

- Durchschnittlich 620.000 Euro Umsatz je Kauf

- Kauffälle bleiben stabil
- 34 Prozent der Umsätze entfallen auf Berlin

 

Der Handel mit deutschen Zinshäusern hat 2013 den höchsten Stand seit 2008 erreicht. Innerhalb eines Jahres sind die Umsätze am Zinshausmarkt in den 50 bevölkerungsreichsten deutschen Städten um 4,8 Prozent von 13,1 auf 13,7 Milliarden Euro gestiegen. Dies ist ein Ergebnis des IVD-Zinshausmarktberichts 2014/2015. "Der hiesige Zinshausmarkt profitiert vom niedrigen Zinsniveau und der Aussicht auf gute Rendite", kommentiert Jürgen Michael Schick, Vizepräsident des Immobilienverband IVD, die Zahlen. "Nach wie vor steht eine steigende Nachfrage nach Mehrfamilienhäusern einem geringer werdenden Angebot gegenüber, was zu einem Anstieg der Preise führt. Das trifft insbesondere auf die Metropolen zu, wo die Nachfrage nach Wohnraum und der Anteil von Ein-Personen-Haushalten stark wachsen.

Die Anzahl der Kauffälle ist gegenüber dem Vorjahr relativ stabil geblieben. 11.957 Transaktionen wurden 2013 registriert, dies entspricht einem leichten Rückgang von 1,6 Prozent. "Trotz der stagnierenden Anzahl an Transaktionen konnten die Umsätze im Berichtsjahr 2013 gesteigert werden. Dies ist auf eine Wertsteigerung im Bereich der Kaufobjekte zurückzuführen", erklärt Schick. Je Transaktion wurden im Berichtszeitraum durchschnittlich 620.000 Euro umgesetzt. Das sind 90.000 Euro mehr als noch 2012. Diese Entwicklung ist ein klares Indiz für eine hohe Nachfrage, der kein ausreichendes Angebot gegenüber steht." Dieser Nachfrageüberhang am Markt für Zinshäuser in allen Wohnwertkategorien, insbesondere nach Immobilien in Top-Lagen, werde nach Einschätzung von Zinshausmaklern auch in den kommenden drei Jahren anhalten. Das gute Investitionsklima bleibt auch ausländischen Investoren nicht verborgen. Laut den befragten Zinshausexperten liegt der Anteil ausländischer Kaufinteressenten an den Zinshäusern der Befragten bei etwa 15 Prozent. Hier zeigt sich ein deutlich gesteigertes Interesse im Vergleich zum Vorjahr, als der Anteil noch bei sechs Prozent lag. Eine positive Entwicklung wird auch für die Preise erwartet. Allerdings erwarten die Experten trotz Preissteigerungen auf den Zinshausmarkt weniger stark steigende Mieten als noch im Vorjahreszeitraum.

 

 www.ivd.net

Mietpreisbremse - Folgen für Mieter und Vermieter

 

Die Mietpreisbremse kommt voraussichtlich bis Mitte 2015. Bei einem Mieterwechsel dürfen Vermieter in bestimmten Regionen dann nicht mehr als zehn Prozent der ortsüblichen Vergleichsmiete verlangen.

 

Die wichtigsten Fakten für Sie im Überblick:

 

Was ist die Mietpreisbremse?

Ausgenommen sind Neubauten und frisch renovierte Altbauten. Bei einer Neuvermietung darf die Miete nur noch max. 10 Prozent über dem Niveau der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen.

 

Wie wird die ortsübliche Vergleichsmiete berechnet?

Der örtliche Mietspiegel gibt Auskunft über die ortsübliche Vergleichsmiete.

 

Gilt die Mietpreisbremse überall?

Nein. Die Mietpreisbremse soll nur in Gegenden mit einem „angespannten Wohnungsmarkt" gelten. Welche Gegenden das sind, bestimmen die Landesregierungen. Die Mietpreisbremse gilt dann für eine Dauer von maximal fünf Jahren. Danach muss neu entschieden werden. Es liegt also an den jeweiligen Bundesländern, wo und ob die Mietpreisbremse umgesetzt wird.

 

Gilt die Mietpreisbremse für alle Wohnungen?

Ausgenommen von der Mietpreisbremse sind:

-neu gebaute Wohnungen

-Wohnungen, die umfassend modernisiert wurden.

 

Gilt die Mietpreisbremse auch für laufende Mietverträge?

Die Mietpreisbremse bezieht sich nur auf Wohnungen, die neu vermietet werden. Sie hat keine Auswirkung auf bereits laufende Mietverträge. Bei bestehenden Mietverträgen gilt bereits jetzt schon die so genannte Kappungsgrenze: Diese legt fest, dass Mieterhöhungen innerhalb von drei Jahren um maximal 20 Prozent erhöht werden dürfen. In Gebieten mit angespanntem Wohnungsmarkt ist die Kappungsgrenze schon auf 15 Prozent gesenkt worden.

 

Was passiert nach einer Sanierung?
Nach einer Modernisierung darf der Vermieter bis 10 Prozent der Sanierungskosten auf die Jahresmiete aufschlagen bis seine Aufwendungen gedeckt sind.

Was passiert, wenn sich der Vermieter nicht an die Mietpreisbremse hält?
Wenn ein Mieter beim Einzug in eine Wohnung feststellt, dass die Miete höher ist als erlaubt, kann er die zu viel gezahlte Miete zurückverlangen.

 

Wer bezahlt den Makler?
Zusammen mit der Mietpreisbremse tritt auch das Bestellerprinzip in Kraft. Demnach zahlt derjenige den Makler, der ihn beauftragt.

 

Wann gilt das Gesetz?

Die Länder haben in einer Plenarsitzung am 27. März 2015 das Gesetz zur Einführung der Mietpreisbremse und zur Stärkung des Bestellerprinzips bei der Maklercourtage gebilligt. Es wird nach der Ausfertigung durch Bundespräsident Gauck voraussichtlich im Juni 2015 in Kraft treten.